Der Planetenweg Bülach rund 2.7 km (Fussweg) und 1.79 km (Luftlinie Sonne – Eris) lang. Im Unterschied zu vielen anderen Planetenwegen, wurde in Bülach der Massstab 1 : 5 Milliarden gewählt. Dadurch werden die Planetenkügelchen entsprechend kleiner, dafür ist die Strecke im Rahmen eines gemütlichen Spaziergangs von rund 40 Minuten durch eine liebliche Landschaft auch für Familien mit Kindern geeignet.

Geschichte des Planetenwegs

Der Bülacher Planetenweg wurde Schülerinnen und Schülern der Kantonsschule Zürcher Unterland im Jahr 1983 erstellt. Die Planetendistanzen, vornehmlich die weiter entfernteren, konnten damals noch nicht an den ganz «korrekten» Standorten aufgestellt werden. So etwa war Pluto, der lange Jahrzehnte lang den Endpunkt des Planetenwegs bei der Sternwarte Bülach markierte, stets zu weit entfernt.
2001 wurde der Planetenweg mit Hilfe und der finanziellen Unterstützung des Lions-Clubs Bülach vollständig saniert. Mit der jüngsten Instandstellung des Planetenmodells im Jahre 2016 durch eine grosszügige Spende des Gemeinnützigen Frauenvereins Bülach wurden die Holzpfosten durch solide Pfosten aus rostfreiem Stahl ersetzt. Die Mitglieder der Astronomischen Jugendgruppe der Schul- und Volkssternwarte Bülach haben die Distanzen neu vermessen. Die Planeten stehen jetzt dort, wo sie wirklich stehen sollten. Der Zwergplanet Pluto zieht nun nach Eschenmosen neben das Schulhaus. Dafür kommt neu ein weiterer Zwergplanet, Eris, vor die Sternwarte zu stehen.

Planeten

Die Astronomen haben im Jahre 2006 anlässlich eines Kongresses der Internationalen Astronomischen Union (IAU) in Prag die «Planetenfrage» erstmals aufgenommen. Bis dahin ging man einfach vom griechischen Begriff planetes aus, was übersetzt so viel bedeutet wie «wandernder Stern». Faktisch gab es aber keine eigentliche Definition, welche Kriterien ein Planet erfüllen sollte. Und genau diese Frage wurde im August 2006 heftig debattiert.

Ein Planet muss...

  • die Sonne auf einer elliptischen (oder kreisähnlichen) Bahn umlaufen.
  • gross genug sein, um eine runde Form (Kugelgestalt) auszubilden.
  • seine Bahn dominieren, sprich von anderen Körpern «gesäubert» haben.

Um die Jahrtausendwende wurden mit Eris, Quasar, Sedna und vielen weiteren Körpern Transneptunische Objekte (TNO's) entdeckt, welche die «Planetenfrage» erst recht ins Rollen brachte. Will man diese Körper neu als Planeten aufnehmen und so das Sonnensystem von damals 9 auf 30 und mehr Planeten erweitern? Die Astronomen einigten sich 2006 schliesslich auf folgende Einteilung des Sonnensystems:

  • 8 klassische Planeten (Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun)
  • Zwergplaneten (unter ihnen Pluto, Ceres, Eris und viele weitere)
  • Kleine Sonnensystemkörper (Asteroiden und Kometen)

Drei Zwergplaneten haben wir im Bülacher Planetenmodell nun aufgenommen.

Sonne

Merkur

Venus

Erde

Mond

Mars

Ceres

Jupiter

Saturn

Uranus

Neptun

Pluto

Eris

Sternwarte Bülach 

Die Schul- und Volkssternwarte Bülach ist jeden Freitagabend ab 20 Uhr für das Publikum geöffnet. Eine vorgängige Anmeldung ist nicht erforderlich. Private Führungen ab 15 Personen